Fragmente

Zuletzt aktualisiert: 07. Februar 2017

"Natürlich passiert es in deinem Kopf, aber warum um alles in der Welt sollte das bedeuten, dass es nicht wirklich ist?"

 

- Harry Potter Band 7 -

"Aber wenn du gehst bin ich einsam und es schmerzt. Außerdem habe ich Angst und es wird immer schlimmer."

"Alles fühlte sich ganz falsch an. Falsch und Existent. Da sträubt sich das Ego, so zu sein, wie es wirklich ist. Da will jeder ein anderer sein, niemals er selbst."

 

- Dirk Bernemann -

"Wenn das eigene Leben nichts wert ist, wenn man keine Achtung vor sich selbst hat, sind irgendwann auch die Anderen nichts mehr Wert."


-der Junge der Träume schenkte-

ein Bildnis

 

Du streichst mit deinem Finger meine Konturen. Du machst mich aus dir. Was bin ich dir wert? Und wie sage ich dir das, wenn du mich stumm hälst? Meinen Mund verschließt. Du hast mir meine Stimme geraubt. Du klaust mir meine Worte. Ohne Rücksicht meines Verlusts. Ich bin zerbrechlicher als Glas und du willst mich aus hartem Stein. Ich bin zarter als eine Daunenfeder und du willst mich aus starrem Lehm. Ich spüre deinen sanften Druck, wie du mit Kraft und Stärke über meinen Rücken fährst. Und die rohe Gewalt wie du mich zur Perfektion drängst und formst. Du hauchst mir Atem ein, mit jeder stillen Berührung. Alles ist hier in meiner kalten Brust, unter all den Mauern, die du mir auferlegt. Blind vor deinen Augen, das Gesicht gen Boden geneigt, um den bohrenden Blicken aus zu weichen. Den leeren Gesichtern nicht zu begegnen. Und halte stets den Mund für dich geschlossen, damit niemand meine gebrochene Stimme hören kann, die an den Sätzen auf taube Ohren zerschellt. Du bedeckst mich mit Gold und Schmuck. Willst mich schön in fremden Augen sehen. Glänzend, schillernd, schön. Unerreichbar. Nimmst mir die Chance mich zu zeigen, wie ich bin. Meine Augen blicken träge schwer hinab. Deine Last zieht mich herab. Die Schönheit ist ein schweres Kleid. Eine bittersüße Bürde auf meinen Leib. Und die Menschen sehen nur das, was du aus mir gemacht hast. Die große Lüge unter totem Gestein. Das frostige Herz, in verwesener Brust. Und dann hast du mich ausgesetzt. Schutzlos und nackt, in einer Welt dessen Kälte mich erfrieren und deren Blicke mich erstarren lässt. In trostloser Einsamkeit, sieche ich dahin. Mein Glanz fällt von mir. Der Schimmer erlischt. Es bleibt nichts mehr von mir übrig. Ich vergehe im ewigen Nichts. Und mein zaghaftes Herz bebt an einem versteckten dunklen Ort, zitternd vor Sehnsucht, allein, immerfort.

 

 

 

 

 

 

Ich bin angekommen, bei "Kontakt abbrechen" und unsicher der Entscheidung wegen, obgleich der positiven Weitsicht, dieser Angelegenheit. 

 

 

 

Warum haben Sie das getan?
Was ging Ihnen dabei durch den Kopf?

 

oder war es der Alkohol? Die Gelgeneheit? Das jämmerliche Mitleid? Mitgefühl mit meiner zertrümmerten Seele? Herrgott, hören Sie endlich auf!

Diese Worte... diese Worte, die mich nicht loslassen, die mich aufrütten und durchschütteln. Können Sie diese Tragweite überhaupt bemessen?

 

Wenn ich ausrasten könnte. Wenn ich jeden Weg gehen könnte, der sich vor mir erstreckt. Ich würde Ihnen ins Gesicht schreien, ich würde all die gesammelten Worte wie einen wohlbehüteten Schatz vor ihren blanken Füßen ausschütten.

Ich würde alle Gefühle in Worte packen und verschicken. Ich würde mich abwenden und will sehen was passiert. 

Und wenn es mir nicht gefällt, will ich die Zeit zurückdrehen und verändern was ich tat. Aber so, hänge ich im Jetzt fest und weiß nicht was ich tun soll, wie es weiter geht. 

 

 

 

Und dann konnte ich mich entscheiden, indem ich Ihnen einen Brief geschrieben habe. Nicht so wie ich es mir gewünscht hätte, es tropfte nicht vor Liebe und es floss auch nicht vor Selbstmitleid, sondern war klar und deutlich, sachlich und bescheiden. Genau so, wie sie es verdient  haben. Mein gebrochenes Herz gehört mir und ich flicke es, nur ich kenne die Fäden die es halten können. 

Ich habe den Kontakt abgebrochen, Sie müssen sich also nichts zu Schulden kommen lassen. Ich habe Ihnen meine Gefühle vermittelt, Sie hatten damit nichts zutun. so kommt es, wie ich mich entschieden habe, aber mein Herz schmerzt immer noch in der ein oder anderen Lage. Es wird nun Zeit benötigen, viel Zeit und viele Menschen, die es wert sind, das Herz kennenzulernen, das Sie hinterlassen haben.